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Ceviche in der Cantina Popular

1. März 2018 | unterwegs

„Alter Schwede“, sagte der Kapitän anerkennend beim letzten Landgang in Hamburg, als er den ersten Bissen der Ceviche de Lubina gekostet hatte… Die CANTINA POPULAR am Schulterblatt in Hamburg ist auf den ersten Blick laut, es ist eng, es ist quirlig, wuselig und farbenfroh. Die Kellner bei all der Betriebsamkeit sind fröhlich und aufmerksam. Man ist angekommen – mitten in Südamerika. Und Küchenchef Cristián Orellanus sagt „Bienvenidos“!

Ceviche in der Cantina Popular

Hamburg hat sich lange Zeit abgearbeitet an den prominenten Inhabern der Cantina Popular, Heinz Strunk und Karl-Heinz Dellwo und an der Frage, ob der Name der Cantina Popular, der im deutschen „Volksküche“ bedeutet, politisch zu sehen sei vor dem Hintergrund der linken Szene auf der Schanze. Mir kam bei dieser Diskussion das Wesentliche im Zusammenhang mit einem Restaurant immer zu kurz: Das Essen. Wie ist das denn nun in der Cantina?

Großartig! Anders kann ich es nicht zusammenfassen. Hier in der Cantina Popular haben wir die wohl beste Ceviche in ganz Hamburg gegessen – und wir LIEBEN Ceviche. Dabei handelt es sich um ein peruanisches Nationalgericht. Roher Fisch wird in Limettensaft mariniert. Auf diesem Weg wird, ähnlich wie beim Kochen, das Eiweiß denaturiert. Bei unserem Besuch in der Cantina starteten wir mit Loup de Mer, roh mariniert, mit Leche de Tigre, roten Zwiebeln, gelber Chili, Koriander, Chulpe-Mais & Süßkartoffelpüree. „Alter Schwede“, wie gesagt.

Und genau so geht es weiter: Ceviche Cuico, Queijo de Cabra Nikkei und Pulpo y Zapallo – klangvolle Namen, hinter denen wunderbare Teller stehen, jeder einzelne so liebevoll und gekonnt angerichtet, dass man sich fragt, wie das in einer so kleinen, offenen Küche möglich ist. Küchenchef Cristián Orellanus kann das. Und wie!

Auch die Getränkeauswahl begeistert uns. Endlich einmal auch alkoholfreie Cocktails mit Esprit. Der Quetzal Dorado zum Beispiel (Yerba Mate, Kirschsaft, Koriandersirup, Limettensaft, Kiwi und Tonic) überzeugt: fruchtig, aber nicht zu süß. Das Konzept der Cantina ist angenehm: Man bestellt mehrere Gerichte wie eine Tapas Auswahl und jeder probiert entspannt bei jedem. Im farbenfrohen Ambiente der Cantina mit Deckenbemalung und bunten Kacheln möchte man am liebsten die Karte rauf und wieder runter kosten.

Beim nächsten Mal muss es unbedingt die ganze Dorade, mit Ingwer und Vanille in Bananenblättern gedämpft sein – oder doch die in Weißwein mit Mirepoix-Gemüse gekochten Miesmuscheln mit Chorizo-Crumble? Wie auch immer, wir freuen uns auf den nächsten Besuch. „Hasta la próxima, Cristián!“

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