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Endlich wieder Captain’s Dinner: Huhn in Wermut zur Rückkehr

15. Mai 2018 | Hauptgerichte

Es gibt Tage in unserem Familien-Kalender mit zwei Buchstaben und einem lachenden Smiley. Es gibt auch Tage, an denen der Smiley die Mundwinkel hängen lässt. Ein Heuli eben. Die Buchstaben sind die Initialen meines Liebsten, klar, was die Mundwinkel bedeuten: Abmustern und Anmustern, so nennt man das in der Seefahrt. Soll heißen, das Von-Bord-Gehen und das An-Bord-Gehen. Heute strahlt der Smiley in unserem Kalender!

Mein liebster Kapitän kommt nach Hause! Endlich! Ein mehrmonatiger Einsatz liegt hinter uns. Wir konnten die Zeit etwas abkürzen, indem ich ihn einmal für 10 Tage an Bord besucht habe. Immerhin. Nun sitzt er im Flieger und ich mache mich auf den Weg, ihn abzuholen. Immer die gleiche Aufregung vor der Fahrt zum Flughafen: Was ziehe ich an, hoffentlich gibt es keinen Stau, die braune Handtasche oder die schwarze, ist alles aufgeräumt, habe ich an alles gedacht? Die Kinder sind jedes Mal sehr belustigt. Und wie so oft bin ich viel zu früh am Flughafen und es dauert noch endlos, bis die Schiebetür sich endlich öffnet, um ihn in den Urlaub zu entlassen. Ein bisschen wie bei „Herzblatt“, wenn das noch jemand kennt…

Wie immer auf der Rückfahrt vom Flughafen muss ich mich konzentrieren, um keine rote Ampel zu überfahren oder irgendwo falsch abzubiegen. Obwohl wir fast täglich telefonieren, ist es doch immer wieder aufregend, sich wieder nahe zu sein und von Angesicht zu Angesicht sprechen zu können, die Nähe des anderen zu spüren. Das kann schon ablenken…

Kulinarisch gesehen beginnen jetzt wieder intensive Wochen. Zugegebenermaßen koche ich aufwändiger und experimentierfreudiger, wenn die Familie komplett ist. Und, natürlich, haben wir in der Urlaubszeit auch mehr Gäste als sonst. Das ist die Schwierigkeit im Leben mit einem Seemann, lange Trennungen und dann wenige Wochen, in denen komprimiert alles untergebracht werden muss, was irgend möglich ist. Unser Terminplan ist jedes Mal gesteckt voll mit Terminen.

Und was kocht nun die Frau vom Kapitän am Tag seiner Rückkehr von See? Natürlich! Das Gericht das sie auch gekocht hat, als er das erste Mal überhaupt zum Essen eingeladen war, was sonst? Huhn in Wermut-Sahne!

Huhn in Wermut-Sahne

(4 Portionen)

1 Poularde (2 kg) oder 4-6 Hähnchenkeulen
Keulen vom Rumpf schneiden, dann die Brust bis auf den Knochen durchschneiden, Brustknochen mit der Schere so vom Rücken schneiden, dass die Flügel dranbleiben
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 EL Paprikapulver
2 Knoblauchzehen, gepresst
Fleisch salzen, pfeffern, mit Paprika und Knoblauch einreiben
1 Bd Thymian
einige Stiele entblättern, einige ganz lassen
5 EL Butter
im Bräter zerlassen, Hähnchenteile darin anbraten, Thymian zugeben
200 ml trockener Wermut (ich verwende Noilly Prat)
angießen, bei 225° C im Backofen ohne Deckel 10 Minuten lang schmoren lassen
2 Stangen Staudensellerie, gewürfelt
500 g Fleischtomate, gewürfelt
zugeben, 30 Minuten schmoren lassen, hin und wieder mit Bratfond beschöpfen
Temperatur auf 250° C hochschalten
150 ml Sahne
angießen und weitere 10 Minuten bräunen
im Bräter mit restlichen Thymianzweigen garniert servieren

 

 

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30. Juni 2018 | Süßes

Erdbeeren, die Stars auf der Frühsommer-Bühne

Wenn Erdbeeren die Bühne betreten, kann man sicher sein: Jetzt wird’s köstlich! Mit dieser Erdbeer-Orangen-Mascarpone-Torte haben sie einen ganz großen Auftritt! Ihre Rolle im Stück: die Krönung einer feinen, frischen Torte aus Orange, Mascarpone, Quark und Sahne. Erdbeeres Duett-Partner ist die Vanille. Unschlagbar!

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2. Februar 2018 | Beilagen

Knödel wie auf der Alm!

Nicht nur weil sie so gut schmecken, nein, auch weil sie eine tolle Resteverwertung sind (Ihr wisst schon: „Zu gut für die Tonne“ und so). Wir werfen kein Stück altes Brot weg. Wir schneiden es in kleine Würfel, lassen es trocknen und verarbeiten es zu Knödeln. Und wer schon mal in den Bergen war, der weiß, wie gut die Knödelgerichte oben auf den Hütten schmecken. Semmelknödel oder Speckknödel in Brühe oder auf Krautsalat wie auf der Alm? Auf geht‘s!

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26. Dezember 2017 | Hauptgerichte

Keine Angst vor Wild!

Immer wieder höre ich: „Wild habe ich noch nie zubereitet, ich weiß nicht, ob ich das hinkriege.“ Diese Sorge ist heutzutage absolut unbegründet. Die Zeiten von streng riechendem bzw. schmeckendem Wild sind längst vergangen. Mit „Haut goût“ (französisch: „hoher Geschmack“) bezeichnete man den sehr intensiven, leicht unangenehmen Geruch, der entstand, wenn das Fleisch zu lange abhing. Heute, im Zeitalter von Kühlhäusern und Tiefkühltruhen, gibt es das nicht mehr. Also, ran an die wilde Schlemmerei.

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