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Le Lion Bar Hamburg – Wenn man den Türsteher überstanden hat, wird’s richtig gut!

22. Dezember 2017 | Drinks

Diese Bar ist so etwas von herrlich „old school“… Wir hatten vom Le Lion gelesen und wollten dort einen Aperitif nehmen. Die Tatsache, dass wir an einem Donnerstag um 19.00 Uhr nicht reserviert hatten, ließ den smarten, aber eher etwas unfreundlichen Türsteher die Augenbraue hochziehen. Immerhin hatte er unser Klingeln erhört und uns etwas zögerlich eingelassen.

Le Lion Bar Hamburg – Wenn man den Türsteher überstanden hat, wird’s richtig gut!

„Sie können nach oben gehen, dort sind Sie allerdings im Moment die einzigen Gäste. Hier unten ist alles ab 19.30 Uhr reserviert.“ „Wir wollen sowieso nur bis 20.00 Uhr bleiben.“ „Wie gesagt, oben wären Sie die einzigen Gäste.“ „Wir möchten aber lieber unten sitzen.“ Darauf ließ er uns in den unteren Barbereich vor, wies auf einen Tisch und instruierte uns: „Nebeneinander. Auf dem Sofa. Der kleine Tisch. Bis 20.00 Uhr!“ Sprach’s und verschwand.

Puhhh, dieser Anfang machte es mir zugegebenermaßen nicht leicht, die Bar auf Anhieb zu mögen. Das änderte sich aber schlagartig, als ein freundlicher Barkeeper mit vollem Bart und wenig Haupthaar an unseren Tisch trat, uns Wasser und die Barkarte brachte und nach unseren Wünschen fragte. Strahlende Augen, aufmerksam, rundum Gastgeber. So muss es sein, so fühlt man sich wohl in diesem gediegenen, dunkelbraun gehaltenen Ambiente mit den Brokat-Tapeten an den Wänden und dem mächtigen goldenen Löwen hinter dem Tresen.

Meine Wahl ist klar, ein Gin Basil Smash soll es sein – Gin, Zucker, Zitrone, frischer Basilikum. Immerhin gilt Le Lion als der Erfinder dieses Drinks. Meinem Liebsten weist der freundliche Barkeeper mit gutem Gespür den Weg zum richtigen Getränk, einem Acheron – Bermuda Rum, Angostura Bitter, Ahornsirup, Granny Smith Apfelsaft. Eins ist klar, hier gibt es keine Cocktails im Sinne von süßlich-klebrigen Getränken mit einem Obstkorb als Dekoration, sondern klare, reine Drinks, die durch wenige, aber erstklassige Zutaten überzeugen.

Zurückgelehnt, das Glas in der Hand, die Étagère mit Canapés auf dem Tisch finden wir den Zugang zum Le Lion. Es ist eine Oase inmitten der geschäftigen, vorweihnachtlich-hektischen Großstadt. Man wird eingelullt in eine immer schöner werdende Umgebung, genießt die Ruhe, die Gastfreundlichkeit, die Qualität der Getränke und den erstklassigen Service. So wird das Wasserglas, das gleich bei der Ankunft serviert wird, nie leer. Eine sehr angenehme Geste, die ich mir in jedem Restaurant zur Begrüßung wünschen würde.

Die Le Lion Bar zählt zu den 50 besten Bars der Welt, sagt man. Für uns ist sie ein Ausflug in eine andere Welt, ein bisschen retro, ein bisschen gediegen, ein bisschen wie Urlaub. Gut, dass wir uns vom Türsteher nicht haben abschrecken lassen.

Jörg Meyer, der Geschäftsführer der Le Lion Bar, hat sein Rezept für den Gin Basil Smash veröffentlicht. Als Gin empfiehlt er G’VINE NOUAISON oder eher zitrusbetonte Sorten, wie Tanquery Ten oder Bombay Sapphire. Klassische wacholderlastige Gin Sorten eignen sich nach seiner  Einschätzung nicht. Als Aperitif zu einem Büffelmozzarella eigne sich der auch „Gin Pesto“ genannte Drink hervorragend. Wer würde daran zweifeln?

Gin - Basil Smash / GIN PESTO

eine große Handvoll Basilikum - lieber zu viel als zu wenig!
sehr kräftig muddeln (mit dem Stößel zerquetschen)
5 cl G'Vine NOUAISON 43,9 % Vol.
2 cl frischer Zitronensaft
2 cl Läuterzucker 1:1
kräftig schütteln und Double-Strain ins Glas auf Eiswürfeln
ein Zweig Basilikum als Dekoration

tags Tags: Bar, Basilikum, Gin Basil Smash, Gin Pesto, Hamburg, Le Lion,

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  1. In diesem Zusammenhang wäre auch die Boilerman Bar, das „Nebenprojekt“ von Jörg Meyer, zu nennen. Umbedingt zu empfehlen: Der Dubonnet Highball!

2. Februar 2018 | Beilagen

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Nicht nur weil sie so gut schmecken, nein, auch weil sie eine tolle Resteverwertung sind (Ihr wisst schon: „Zu gut für die Tonne“ und so). Wir schmeißen kein Stück altes Brot weg. Wir schneiden es in kleine Würfel, lassen es trocknen und verarbeiten es zu Knödeln. Und wer schon mal in den Bergen war, der weiß, wie gut die Knödelgerichte oben auf den Hütten schmecken. Semmelknödel oder Speckknödel in Brühe oder auf Krautsalat wie auf der Alm? Auf geht‘s!

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